Durch Zufall entdeckte chase über fandango.com, dass das Kino an der mall wohl doch W. spielt. Hierbei handelt es sich um oliver stone’s neuestes werk, bei dem jeder nach anschauen des trailers dachte… „herrje, das wird episch witzig.“
also stürmten wir die 18 uhr vorstellung fuhren mit chases „battle chaser“ wie ich sein auto einfach mal nenne zur mall. das mall kino ist auf jeden fall das größte in bozeman und hat so 15 sälle glaub ich. die preise sind aber auch etwas teurer als im carmike (campus square 8).
der film war überraschender weise recht fair und solide. ich würde ne gute 2- geben.
der film springt in der zeit herum, beginnt in den 2000er und springt dann in die college zeit von bush zurück, die seine determiniertheit zeigt in der collegeverbindung aufgenommen zu werden, aber auch, dass er noch keinerlei anstalten macht in die politik zu gehen. in zeitsprüngen wird dann erleutert, warum bush handelt und ist wie er ist. vom trinkenden rowdyhaften collegerüppel zum wiedergeborenen determinierten christen, der eine klare auffassung von schwarz/weiss und gute böse denken als moralkompass benutzt und seinem bauchgefühl eher vertraut als seinem kopf. der film zeigt die vielen gescheiterten versuche „ehrlicher“ arbeit nachzugehen, ämter in der politik zu bekleiden, versuche mit frauen und alkohol, die daneben losgehen. träumen und hoffnungen, die kehrtwendung durch das finden einer neuen religion, die motivation den vater zu beeindrucken und das zuende zu bringen was er nie geschafft hat und es schließlich selbst nicht zu schaffen, geschwisterrivalitäten, die aber doch hauptsächlich off camera stattfinden, usw. der film endet glaub ich kurz vor der zweiten amtszeit, da vom wahlkampf keine rede ist, aber die „mission accomplished“ rede schon gegeben wurde. unterbrochen wird der film auch von einigen baseball „traumsequenzen“ oder tagträumereien.
schauspielerisch sind einige echt gute vorstellungen dabei. die dame die condy spielt erkennt man nich wieder, es ist wirklich als wäre condys geist in sie gefahren. gespielt wird die von dieser jungen dame, die ich beim besten willen nicht als sie identifizieren konnte: http://www.imdb.com/name/nm0628601/ …. ihre bekannteste rolle bisher dürfte wohl neben tom cruise in mission impossible II gewesen sein.
richard dreyfuss als dick cheney war auch unheimlich authentisch, man hatte das gefühl, dass er einem jeden moment ins gesicht schießen würde oder einen geheimen masterplan aushecken würde.
elizabeth banks wächst relativ authentisch in die rolle der immerlächelnden laura bush rein, die aber oft im hintergrund bleibt und nur manchmal beratend agiert.
josh brolin spielt einen unglaublich „spot-on“ ‘nen bush und man erkennt ihn vorallem in den späteren jahren deutlich wieder, was seinen sprachduktus und den bush der medien angeht.
colin powell wird als einzige wirklich moralische und dem irakkonflikt sich gegenüberstehende figur um kabinett gezigt und sticht somit klar hervor.
der film ist weniger witzig als man erwartet. es gibt zwar moment, die gewollt oder ungewollt witzig sind (bush will sich besoffen mit dem vater prügeln oder nennt rumsfeld rumi oder sagt in einem späten moment des films, das dieser auf einem anderen planeten lebe, oder wird zwei mal interviewed und dabei bloßgestellt, weil er unvorbereitet ist), aber trotzdem ist der film wirklich weniger kontrovers oder unfair als man es vlt erwartet hätte. zugegebenermaßen hätte stone vlt noch n paar jahre warten können bis er dieses thema anpackt, weil der film etwas unfertig wirkt oder wie eine reihe von etwas unzusammenhängenden vignetten oder skits.














